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Ismar Boas
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Mit seiner Niederlassung als Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten 1886 begrĂźndete Boas nicht nur das Fach, sondern leitete auch insgesamt die Spezialisierung in der Medizin ein. Trotz des Unbehagens und der Kritik vieler Kollegen, die eine zunehmende Spezialisierung und Zersplitterung der Medizin in zahllose Unterdisziplinen fĂźrchteten, konnte Boas das Fachgebiet etablieren. Dies mĂźndete schlieĂlich 1924 in der formalen Anerkennung des Facharztes fĂźr Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten durch den 43. Deutschen Ărztetag. Boas grĂźndete 1895 mit dem Archiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten die erste Fachzeitschrift des Gebietes, die noch heute unter dem Namen Digestion, International Journal of Gastroenterology fortbesteht. Er war ebenfalls GrĂźndungsmitglied der Deutschen Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. Boas verĂśffentlichte zahlreiche Schriften und entwickelte Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die in abgewandelter Form teilweise noch heute Bestand haben. Er prägte zahlreiche Begriffe wie die der okkulten Blutungen und der Colitis ulcerosa.
Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten musste er als Jude zahlreiche Repressalien erdulden und wurde in seiner weiteren Arbeit behindert. Boas flßchtete 1936 nach Wien, wo er sich nach dem deutschen Einmarsch am 15. März 1938 das Leben nahm.
Contents
⢠Leben und Werk
⢠Privatleben
⢠Wßrdigungen
⢠Rezeption
⢠Ehrungen
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Leben und Werk
Familiärer Hintergrund
Boas wurde 1858 als Sohn des jĂźdischen Kaufmannes Hermann Boas und seiner Frau Rachel geboren. Sein Vater wurde 1829 geboren und stammte aus Kulm in WestpreuĂen. Er war ein angesehener Kaufmann und Repräsentantenvorsteher der Synagoge in Exin. Seine 1828 als Rachel Moses geborene Mutter stammte aus Exin. Ismar Boas wuchs als drittes Kind einer kinderreichen Familie zunächst in Exin auf.cite-ref-geschwister-1-0[1] 1866 zog die Familie nach ZĂźllichau, wo sie sich fĂźr ihre Kinder bessere AusbildungsmĂśglichkeiten erhoffte. Da sein Vater mit der preuĂischen Armee gute Geschäftsbeziehungen pflegte und diese insbesondere während des Deutsch-Ăsterreichischen Krieges gĂźnstig mit Getreide belieferte, gestattete man ihm 1881 den Erwerb eines Gutes in Posen.cite-ref-teichmann6-2-0[2]
Schule und Ausbildung
Boas besuchte zunächst das deutsche Progymnasium und später das Gymnasium ZĂźllichau, wo er 1877 sein Abitur ablegte. Im selben Jahr begann er zunächst in Berlin, Medizin zu studieren. Hier lernte er Carl Anton Ewald kennen, dessen Vorlesungen Ăźber die Physiologie des Verdauungstraktes er besuchte. Seinen Lebensunterhalt verdiente sich Boas durch Nachhilfeunterricht.cite-ref-teichmann6-2-1[2]cite-ref-teichmann26-3-0[3] Ein prägendes Erlebnis war fĂźr Boas, als er 1879 Zeuge einer MagenspĂźlung wurde, die auch zehn Jahre nach der EinfĂźhrung derselben durch Adolf KuĂmaul immer noch sehr selten durchgefĂźhrt wurde.cite-ref-teichmann7-4-0[4] Boas wechselte anschlieĂend fĂźr das klinische Studium an die Universität Halle, wo er 1881 bei Theodor Weber mit der Arbeit âEin Beitrag zur Lehre von der paroxysmalen Hämoglobinurieâ promovierte.cite-ref-teichmann7-4-1[4] Sein Staatsexamen legte er in Leipzig ab und begann anschlieĂend, als Praxisvertreter an verschiedenen Orten zu arbeiten.cite-ref-teichmann7-4-2[4] Boas Studienzeit war geprägt durch ständige finanzielle NĂśte und den Zwang, durch Nebentätigkeiten den Lebensunterhalt zu verdienen. Daher war er bestrebt, mĂśglichst schnell die ärztliche Approbation zu erreichen, um rasch Geld verdienen zu kĂśnnen.cite-ref-jenns16-5-0[5] 1882 lieĂ er sich als praktischer Arzt in Berlin nieder und begann nebenbei eine Tätigkeit als wachhabender Arzt in einer Berliner Sanitätswache, da ihm seine finanzielle Lage nicht gestattete, eine weitergehende Ausbildung anzustreben.cite-ref-jenns16-5-1[5]cite-ref-teichmann8-6-0[6] 1883 gab er die Tätigkeit als wachhabender Arzt in der Sanitätswache jedoch wieder auf, da diese insbesondere aus Nachtdiensten bestehende Tätigkeit ihn zu sehr belastete und kĂśrperlich anstrengte. Er nahm wieder Kontakt zu Carl Anton Ewald auf und begann eine Tätigkeit als Privatsekretär fĂźr diesen in dessen Funktion als Redakteur der Berliner Klinischen Wochenschrift.cite-ref-teichmann7-4-3[4]cite-ref-jenss16-17-7-0[7] Hierbei kam ihm zugute, dass er bereits während seines Studiums als Korrekturleser im Verlag F.C.W. Vogel gearbeitet hatte.cite-ref-teichmann7-4-4[4]
1884 wurde Ewald zum Leiter der Frauensiechenanstalt in Berlin-SĂźd ernannt und begann mit Boas gemeinsam, an den dortigen Patientinnen Untersuchungen zur Magenphysiologie durchzufĂźhren.cite-ref-teichmann8-6-1[6]cite-ref-klimpel-8-0[8] Hierbei entdeckte Boas, dass nach EinfĂźhrung eines Magenschlauches die ErhĂśhung des intraabdominellen Druckes durch Husten oder Pressen ausreichte, um Mageninhalt aus dem Schlauch zu gewinnen. Die Verwendung der durch KuĂmaul eingefĂźhrten Magenpumpe war durch diese Expressionsmethode hinfällig geworden.cite-ref-teichmann8-6-2[6] Boas verfeinerte die Methode, indem er den Patientinnen eine standardisierte Mahlzeit bestehend aus zwei Tassen Tee und einem WeizenbrĂśtchen gab und den so gewonnenen Mageninhalt zu verschiedenen Zeitpunkten entnehmen und die Verdauungsvorgänge miteinander vergleichen und untersuchen konnte. Das sogenannte ProbefrĂźhstĂźck nach Boas und Ewald wurde zu einem wichtigen Bestandteil der Funktionsprobe der Magensekretion.cite-ref-mehring445-9-0[9] Boas und Ewald konnten durch ihre Versuche nachweisen, dass im Magen Kohlenhydrate und Proteine abgebaut wurden.cite-ref-teichmann8-6-3[6]
BegrĂźndung des Magen-Darm-Spezialismus
Angespornt durch seine Untersuchungen beschloss Boas, sich ganz dem Studium der Verdauungskrankheiten zu widmen, lieĂ sich 1886 als weltweit erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten in Berlin nieder und erĂśffnete kurz darauf in der FriedrichstraĂe 10 ein Ambulatorium fĂźr Magen- und Darmkrankheiten.cite-ref-teichmann8-6-4[6]cite-ref-gedenkort-10-0[10]cite-ref-teichmann9-11-0[11] Dies stieĂ auf viel Skepsis und Widerstand in der Ărzteschaft. Insbesondere die Kritik an einer befĂźrchteten Zersplitterung und ĂźbermäĂigen Subspezialisierung der Medizin wurde geäuĂert. Sogar Carl Ewald als sein Mentor kritisierte Boas: âWorauf es ankommt, um Ărzten und Publikum Vertrauen einzuflĂśĂen, ist in diesem Falle gerade nicht die spezialistische, sondern die allgemeine medizinische Bildung, und diese wird nicht dadurch erworben, daĂ jemand, der eben sein Staatsexamen gemacht hat, ein Schild aushängt und âSpezialarzt fĂźr Magenkrankheitenâ darauf schreibt.â (Carl Anton Ewald)cite-ref-ewald1890-12-0[12] Boas trat dieser Kritik an der Spezialisierung in der Medizin entschieden entgegen. âZwei Richtungen stehen sich in der modernen Heilkunde gegenĂźber: die eine bestrebt, die Unität in der Wissenschaft zu erhalten und jede Spaltung und ZerklĂźftung zu verhĂźten, die andere, getragen von dem Gedanken, den Rohbau des medizinischen Gebäudes durch Detailarbeit zu verfeinern und auszugestalten.â (Ismar Boas)cite-ref-teichmann19-13-0[13]
Boas, der selbst nie eine formale Facharztausbildung erhalten hatte, erhielt schon bald Anfragen von jungen Ărzten, die als Assistenzärzte bei ihm lernen wollten.cite-ref-teichmann15-14-0[14] Einer seiner Forschungsschwerpunkte in dieser Zeit war die Magensekretion und die genaue Zusammensetzung des Magensaftes, insbesondere beim Magenkarzinom.cite-ref-teichmann16-15-0[15] Bei seinen Untersuchungen zum Vorkommen von Milchsäure im Magensaft entdeckte er fadenfĂśrmige Bazillen, heute als Lactobacillus acidophilus bekannt. Diese wurden später nach ihm und seinem SchĂźler Oppler als âBoas-Opplersche-Stäbchenâ benannt.cite-ref-teichmann16-15-1[15]
1889 trat der Georg Thieme Verlag an Boas heran und Ăźberzeugte ihn, ein Lehrbuch Ăźber Magenkrankheiten zu schreiben. Dieses erschien 1890 unter dem Titel âDiagnostik und Therapie der Magenkrankheiten. I. Theil. Allgemeine Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten.âcite-ref-jenss23-24-16-0[16] Nach zunächst nur schleppendem Absatz war es rasch vergriffen und machte eine Neuauflage erforderlich. Diese erschien 1891, gefolgt vom zweiten Teil âDiagnostik und Therapie der Magenkrankheiten. II. Theil. Specielle Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten.â 1893.cite-ref-teichmann16-17-17-0[17] Boasâ BĂźcher Ăźber Magenkrankheiten wurden in zahlreiche Sprachen Ăźbersetzt und machten Boas Ăźber die Fachwelt hinaus bekannt.cite-ref-jenss23-24-16-1[16] In Berlin hatte er zu diesem Zeitpunkt schon den Spitznamen Magen-Boas.cite-ref-teichmann17-18-0[18]
1906 Ăźbergab Boas sein Ambulatorium an seinen SchĂźler Hans Elsner, um sich weiter seiner Forschung widmen zu kĂśnnen.cite-ref-jenss27-19-0[19] In einer Ăbersichtsarbeit Ăźber die vergangenen 25 Jahre seit Bestehen des Fachgebietes der Gastroenterologie konnte Boas 1911 darauf verweisen, dass die neue Disziplin zahlreiche und grundlegende Fortschritte gemacht hatte. So waren allein in Deutschland im Jahr 1910 bereits 214 Ărzte als Fachärzte fĂźr Magen- und Darmkrankheiten niedergelassen und international gab es bereits mehrere gastroenterologische Fachgesellschaften und Zeitschriften.cite-ref-boas-25-jahre-20-0[20]
1924 wurde schlieĂlich auf dem 43. Deutschen Ărztetag die formelle EinfĂźhrung eines Facharztes fĂźr Magen-, Darm- und Stoffwechselkrankheiten beschlossen. Voraussetzung fĂźr den Erhalt sollte eine mindestens dreijährige praktische Ausbildung sein.cite-ref-100-jahre-dgvs22-23-21-0[21]
Archiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten
Um eine weitere Verbreitung seiner Idee zu fĂśrdern und um eine wissenschaftliche Plattform fĂźr den Magen-Darm-Spezialismus zu schaffen, begrĂźndete Boas 1895 die Zeitschrift âArchiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten mit Einschluss der Stoffwechselpathologie und Diätetikâ. Er lud alle Fachleute und Spezialisten des Gebietes zur Mitarbeit ein und konnte Wilhelm Fleiner, Josef von Mering, Carl von Noorden, Leopold Oser, Franz Penzoldt, Franz Riegel, Samuel Sigmund Rosenstein, Julius Schreiber und Berthold Stiller gewinnen. Zu seinem Leidwesen sagten Carl Anton Ewald, Adolf KuĂmaul und Wilhelm von Leube ihm jedoch ab.cite-ref-jenss32-33-22-0[22] Ewald revidierte später in seiner ErĂśffnungsansprache als Präsident der Ersten Tagung Ăźber Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten in Bad Homburg seine Meinung: âAls unser Kollege Boas vor 15 Jahren sein Archiv grĂźndete und die Freundlichkeit hatte mich aufzufordern, mit ihm an die Spitze desselben zu treten, lehnte ich die Mitarbeit ab, weil mir eine weitere Zersplitterung der Publikationsorgane bedenklich und nicht notwendig erschien. Nun, das Archiv steht jetzt in seinem 20. Bande, es hat eine Reihe wertvoller Arbeiten gebracht, sich einen festen Platz in der literarischen Welt geschaffen und kann nicht mehr Ăźbergangen werden.â (Carl Anton Ewald)cite-ref-teichmann19-13-1[13] In den folgenden Jahren gewann Boas weitere renommierte Verdauungsspezialisten wie Iwan Petrowitsch Pawlow, Oskar Minkowski, Max Einhorncite-ref-23[23] (1862â1953), John C. Hemmeter, Hermann Nothnagel, Hermann StrauĂ, Adolf Schmidt, A. Mathieu, K. Faber und Friedrich Martius als Autoren fĂźr das Archiv.cite-ref-jenss33-24-0[24] Die Zeitschrift konnte sich als zentrales Publikationsorgan fĂźr das Gebiet der Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten etablieren. Zwischenzeitlich war in Europa die Bezeichnung als Boasâ Archiv Ăźblich.cite-ref-teichmann25-25-0[25] Nach der âMachtergreifungâ der Nationalsozialisten wurde Boas 1934 gezwungen, die Leitung des Archivs an Paul Morawitz abzugeben.cite-ref-jenss35-26-0[26] Dieser wĂźrdigte Boas bisherige Tätigkeit und hob die Schwierigkeiten, die dieser auf seinem Weg hatte Ăźberwinden mĂźssen, besonders hervor.
âEr ist nie klinischer Assistent gewesen, nie haben ihm die Laboratorien einer groĂen Klinik offengestanden, er war nicht Universitätslehrer. Aus der Praxis ist er hervorgegangen, einer der so seltenen Männer, denen es vergĂśnnt ist, durch eigene Kraft und Begabung, ohne FĂśrderung von auĂen, sich zum hĂśchsten wissenschaftlichen und ärztlichen Ansehen durchzuringen. Wer den ernsten und schweren Weg ermisst, den ein solcher Mann gehen muss, der wird von noch grĂśĂerer Achtung und Ehrfurcht fĂźr den Meister ergriffen werden.â
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Paul Morawitz
Die Zeitschrift wurde zwischen 1939 und 1967 unter dem Namen âGastroenterologia, International Review of Gastroenterologyâ herausgegeben. Seit 1967 trägt sie den Namen âDigestion, International Journal of Gastroenterologyâ.cite-ref-jenss33-24-1[24]
GrĂźndung der Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
Nachdem bereits 1898 in den Vereinigten Staaten die American Gastroenterological Association gegrĂźndet worden war, folgten die GrĂźndung der Japanischen Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie und als erste in Europa die Polnische Gastroenterologische Gesellschaft 1909.cite-ref-teichmann23-28-0[28] Boas plante schon längere Zeit, einen Kongress zu gastroenterologischen Themen zu veranstalten. 1913 schlieĂlich grĂźndete er zusammen mit Carl Anton Ewald, Adolf Schmidt, Hugo Starck und Curt Pariser die Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten zur Vorbereitung auf einen solchen Kongress. Die Gesellschaft sollte bewusst international agieren. Gemeinsam wurde 1914 mit groĂem internationalen Echo die âErste Tagung ueber Verdauungs- und Stoffwechselkrankheitenâ in Bad Homburg vor der HĂśhe durchgefĂźhrt. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg konnte die zweite Tagung erst 1920 stattfinden.cite-ref-100-jahre-dgvs22-29-0[29] Erst auf dem fĂźnften Kongress in Wien 1925 erfolgte die formale GrĂźndung der Gesellschaft mit Satzung und Geschäftsordnung.cite-ref-100-jahre-dgvs23-30-0[30] Die Gesellschaft gewann laufend neue Mitglieder, so gehĂśrten ihr 1925 150 Mitglieder an, 1930 waren es bereits 472.cite-ref-100-jahre-dgvs23-30-1[30] 1938 wurde auf dem 14. Kongress der Name in âDeutsche Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheitenâ geändert.cite-ref-100-jahre-dgvs23-30-2[30] Seit 2014 trägt sie den Namen âDeutsche Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheitenâ.cite-ref-dgvs-umbenennung-31-0[31]
Wissenschaftliches Werk
Forschungen Ăźber den Magensaft
Boas forschte sehr intensiv Ăźber die Beschaffenheit des Magensaftes. So galt der Nachweis von Milchsäure im Magensaft als spezifisch fĂźr das pylorusÂnahe Magenkarzinom. Boas konnte zeigen, dass Milchsäure nur bei den Patienten auftrat, die eine Stauung von Mageninhalt aufgrund einer Pylorusstenose hatten. Allerdings war auch Milchsäure nachweisbar, wenn diese Stenose nicht durch ein Karzinom bedingt war. Im Rahmen dieser Arbeiten entdeckte Boas mit seinem SchĂźler Oppler auch die sogenannten Boas-Opplerschen Stäbchen (Lactobacillus acidophilus)cite-ref-teichmann16-15-2[15] Bei seinen Untersuchungen fiel Boas auf, dass es mĂśglich war, durch PreĂbewegungen Darmsaft aus dem Duodenum in den Magen zu befĂśrdern und dort fĂźr Untersuchungen zu gewinnen. Er entwickelte eine Methode, die eine Auswaschung des Magensaftes mittels SodalĂśsung und anschlieĂende Massage der Lebergegend zur BefĂśrderung von Darmsaft in den Magen vorsah. Mit dieser Methode konnte er nachweisen, dass der Darmsaft im Gegensatz zum Magensaft alkalisch ist und Enzyme zur Spaltung von Stärke und Fetten enthält.cite-ref-teichmann17-18-1[18] Boasâ Methode wurde obsolet, als Max Einhorn 1910 eine Duodenalsonde entwickelte, mit der der ZwĂślffingerdarm direkt sondiert werden konnte.cite-ref-teichmann18-32-0[32]
Boas-Druckpunkt
Boas beschrieb die bereits 1852 von Jean Cruveilhier als Points rachidiens bezeichneten Schmerzpunkte und lokalisierte sie anatomisch sehr präzise links am Rßcken neben dem 10. bis 12. BrustwirbelkÜrper.cite-ref-teichmann19-13-2[13]cite-ref-jenss24-25-33-0[33] Ein Druckschmerz an diesem Punkt ist ein Hinweis auf ein Magengeschwßr des Patienten.cite-ref-jenss24-25-33-1[33] Die Untersuchung des Boas-Druckpunktes wird auch in der Tiermedizin beschrieben.cite-ref-zohmann134-34-0[34] Um die Schmerzintensität an unterschiedlichen Schmerzpunkten exakt zu messen zu kÜnnen, entwickelte Boas ein eigenes Algesimeter.cite-ref-jenss24-25-33-2[33] Damit konnte er die Druckstärke an unterschiedlichen Stellen messen und so Untersuchungsergebnisse objektivierbar und vergleichbar machen.
EinfĂźhrung des Begriffs der Colitis ulcerosa
1903 berichtete Boas ßber einen Fall von chronischer Dysenterie.cite-ref-boas-cu-35-0[35] Die Patientin beklagte anhaltende blutig-eitrige Durchfälle, ohne dass die Untersuchung des Stuhls einen Anhaltspunkt fßr die Ursache erbracht hätte. Aufgrund der ulcerÜsen Veränderungen der Darmwand bezeichnete er das Krankheitsbild als Colitis ulcerosa und berichtete ßber eine erfolgreiche chirurgische Sanierung durch vorßbergehende Anlage eines kßnstlichen Darmausganges.cite-ref-jenss26-36-0[36] Die Erstbeschreibung des Krankheitsbildes war bereits 1875 durch Samuel Wilks und Walter Moxon erfolgt.cite-ref-fr-schl-37-0[37]
Entdeckung der okkulten Blutungen
Boas schrieb 1901 ßber den Nachweis verborgenen Blutes in Stuhl und Mageninhalt und fßhrte den Begriff der okkulten Blutung ein.cite-ref-boas1901-38-0[38] Er erkannte erstmals die diagnostische Bedeutung der Blutungen, etwa zur Diagnose des Magengeschwßrs,cite-ref-39[39] und die Wichtigkeit der frßhzeitigen Entdeckung fßr die Therapie bei Magen- und Darmkarzinomen.cite-ref-teichmann18-32-1[32] Der schon zuvor bekannte Nachweis mittels Guajak-Test wurde durch ihn populär gemacht und war eine erste Form des Screening auf Magen-Darmkrebs.cite-ref-jenss29-30-40-0[40] 1914 widmete er dem Thema eine eigene Monografie.cite-ref-boas1914-41-0[41]
Mahnung zur Wissenschaftlichkeit
Boas war ein Verfechter der wissenschaftlich fundierten Medizin. So schrieb er in der Einleitung zu seiner ersten Buch: âAus einem Gemisch von Falschem und Richtigem, von Irrlehren und lange Zeit hindurch als Dogmen geltenden Phantasmen hat die neuere Medicin das Wahre und Brauchbare herausgeschält und der Diagnostik zugänglich zu machen gesucht.â (Ismar Boas)cite-ref-jenss23-24-16-2[16] Boas forderte bereits 1909 âtherapeutische Zentralinstituteâ, die die Wirksamkeit von Arzneimitteln ĂźberprĂźfen sollten, sowie einen Deklarationszwang fĂźr Inhaltsstoffe von Arzneimitteln.cite-ref-jenss42-42-0[42] 1930 prägte er den Begriff der âwissenschaftlich exakten Therapeutikâ und mahnte zu einer umfassenden Ausbildung angehender Mediziner in Therapie und Therapieplanung: âSie mĂźssen lernen, dass selbst das einfachste und scheinbar trivialste therapeutische Problem zu seiner LĂśsung ein hohes MaĂ an Geduld, Zeit, Kritik und nicht zuletzt auch VerantwortungsgefĂźhl erfordert.â (Ismar Boas)cite-ref-jenss44-43-0[43] Boas kritisierte die ĂźbermäĂige Reklame fĂźr Arzneimittel mit ungewisser Wirkung sowie eine unkritische Haltung von Ărzten zu Untersuchungsergebnissen und Therapieempfehlungen.cite-ref-jenss44-43-1[43] Er gehĂśrt somit zu den ersten Verfechtern der Evidenzbasierten Medizin.cite-ref-jenss42-43-44-0[44]
Besonders deutlich wird Boasâ Haltung zur Wissenschaftlichkeit anhand seiner Arbeiten zur Diätetik von Verdauungskrankheiten. Boas warb fĂźr eine undogmatische Therapie aufgrund von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und resĂźmierte 1931: âWer die StrĂśmungen unserer Zeit genau verfolgt, wird mit Befriedigung wahrnehmen, wie sich [die Diätotherapie] mehr und mehr aus der Umklammerung bloĂer Empirie frei zu machen und allmählich einer exakt wissenschaftlichen Lehre emporzustreben versucht. Hierbei darf nicht Ăźbersehen werden, dass zunächst noch mit zahllosen legendären Behauptungen und Vorstellungen aufgeräumt werden muĂ, ehe wir [âŚ] den festen Boden exakter Tatsachen zu betreten uns anschicken kĂśnnenâ (Ismar Boas)cite-ref-jenss29-45-0[45]
Privatleben
Familie
Boas heiratete 1889 Sophie Asch (* 6. Dezember 1868). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor.cite-ref-teichmann16-15-3[15] In Berlin lebte die Familie jahrzehntelang im eigenen Haus am Alexanderufer 6, wo Sophie Boas regelmäĂig musikalische und literarische SoirĂŠen veranstaltete, zu der sich die Spitze des Berliner Kulturlebens traf.cite-ref-teichmann17-18-2[18] Boasâ Arbeit nahm einen groĂen Raum in seinem Leben ein, und so wurden diese Abende fĂźr ihn zu einem wichtigen Ereignis der Ruhe und Erholung.cite-ref-teichmann17-18-3[18] Boas pflegte einen intensiven Kontakt zu seinen in Berlin lebenden BrĂźdern, insbesondere zu seinem jĂźngsten Bruder Max.cite-ref-teichmann17-18-4[18] Nach Aussagen von Boasâ Neffen Ernest wurde er in der Familie stets Onkel Professor genannt und galt unangefochten als Familienoberhaupt.cite-ref-teichmann6-2-2[2] Er war ein groĂer Kunstsammler und Musikliebhaber.cite-ref-avery-46-0[46] Ernest charakterisierte Sophie Boas als willensstarke Frau, die sich sehr fĂźr die franzĂśsische Kultur und das Pariser Leben interessierte.cite-ref-pmid3282002-47-0[47] Boas galt als freundlich und bemĂźhte sich, jedem mit Rat und Tat zu helfen:cite-ref-avery-46-1[46] âSeine Gewissenhaftigkeit, sein Wunsch zu helfen, so weit es irgend ging, beschränkte sich nicht nur auf seine vielen Patienten. Jeder junge und nicht junge Kollege, der Hilfe oder Rat brauchte, [âŚ], ging immer mit einem guten und klugen Wort von ihm fortâŚâ (Julius Kleeberg)cite-ref-teichmann35-48-0[48]
Exil und Tod
Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten stellte fĂźr Boas, wie fĂźr viele andere auch, eine schwere Zäsur seines Wirkens dar. So musste er deutlich erschwerte Arbeitsbedingungen fĂźr seine Praxis hinnehmen und wurde 1934 gezwungen, die Schriftleitung des Archivs fĂźr Verdauungskrankheiten abzugeben.cite-ref-teichmann25-25-1[25] In einem Brief an seinen 1933 nach Palästina ausgewanderten Freund und Kollegen Hermann Steinitz klagt Boas 1935: âWenn es Sie interessiert, von mir etwas zu erfahren, so kann ich Ihnen mitteilen, daĂ ich mich abgesehen von den schweren seelischen ErschĂźtterungen, die auf mich fast täglich einwirken, kĂśrperlich passabel, wenn auch [âŚ] reichlich abgekämpft fĂźhle. [âŚ]â und in Bezug auf seine Arbeit: âIch habe mir jetzt notgedrungen andere Hilfsquellen suchen mĂźssen, aber sie sind mit groĂen Schwierigkeiten verbundenâŚâ (Ismar Boas)cite-ref-teichmann26-brief-49-0[49] Im Sommer 1936 emigrierten Boas und seine Frau mit Hilfe eines aus den Vereinigten Staaten gewährten Stipendiums nach Wien. Bei diesem Schritt wurden sie von Boasâ ehemaligem SchĂźler Walter Zweig unterstĂźtzt, der fĂźr Boas auch Kontakte knĂźpfte, um ihm die weitere Arbeit an seinen Forschungsprojekten zu ermĂśglichen.cite-ref-jenss48-50-0[50] Hier forschte er unter groĂen Schwierigkeiten zunächst weiter an Methoden zum Nachweis von Porphyrinen.cite-ref-jenss48-50-1[50] Nach dem Anschluss Ăsterreichs durch die Nationalsozialisten im März 1938 nahm sich Boas am 15. März durch eine Ăberdosis Veronal das Leben.cite-ref-teichmann27-51-0[51] Seine Asche wurde am 13. Mai 1938 auf dem JĂźdischen Friedhof Berlin-WeiĂensee im Familiengrab seiner Schwiegereltern bestattet (Feld O 2).cite-ref-teichmann28-29-52-0[52]
Max Einhorn wĂźrdigte Boas in seinem Nachruf im Archiv fĂźr Verdauungskrankheiten als âfĂźr die Medizin unsterblichâ: âBoas gehĂśrt zu denen, die fĂźr die Medizin unsterblich sind und seine Leistungen werden die Grundlage fĂźr die Arbeit noch vieler kommender Generationen bleiben. Die ganze Ărztewelt steht trauernd an der Bahre dieses groĂen Arztes.â (Max Einhorn)cite-ref-nachruf-einhorn-53-0[53]
Boas selbst zog bereits 1928 ein ResĂźmee seines Lebenswerkes:
âMeine Hauptfreude galt und gilt noch heute meiner wissenschaftlichen Tätigkeit und FĂśrderung des Faches, fĂźr dessen GrĂźndung ich mich verantwortlich fĂźhle. Und wenn es in unserem dornenvollen Dasein Ăźberhaupt ein wahres GlĂźck gibt, so besteht es nach meiner Auffassung lediglich darin, hier und da einen bescheidenen Zipfel des geheimnisvollen Schleiers lĂźften zu dĂźrfen, der Menschenleben und Menschenleid verhĂźllt. Um dieses GlĂźcksgefĂźhles willen, das zu empfinden mir vergĂśnnt war â das Reservat der Forscher, und oft ihr einziges â, lohnt es sich fĂźrwahr, gelebt und gestrebt, gekämpft und gelitten zu haben.â
â
Ismar Boas
Verbleib der Familie
Boasâ Sohn Kurt studierte ebenfalls Medizin und lieĂ sich nach dem Ersten Weltkrieg, an dem er als Frontarzt teilnahm, als Dermatologe in Crimmitschau nieder. Er wurde im April 1935 nach einer Denunziation von den Nationalsozialisten in "Schutzhaft" genommen und war bis zum Dezember 1936 im KZ Sachsenburg inhaftiert.cite-ref-klimpel-8-1[8]cite-ref-teichmann26-3-1[3]cite-ref-jenss39-55-0[55] Nach Aussagen von Boasâ Neffen Ernest emigrierte Kurt nach SĂźdamerika, wo sich seine Spur verliert.cite-ref-pmid3282002-47-1[47] Zu berĂźcksichtigen ist hierbei jedoch, dass Ernest bereits 1934 nach Brasilien emigrierte und keinen weiteren Kontakt mit der Familie hatte.cite-ref-teichmann25-25-2[25] Seit dem 9. November 2021 erinnert eine Gedenktafel am Haus seiner frĂźheren Praxis in Crimmitschau an Dr. Kurt Ferdinand Boas. Die Tochter Claire emigrierte 1939 mit ihrem zweiten Ehemann Kurt Schneider in die Vereinigten Staaten, wo sie in New York als Kunstrestauratorin arbeitete und 1959 kinderlos verstarb.cite-ref-gedenkort-10-1[10]cite-ref-teichmann29-31-56-0[56]cite-ref-jenss39-55-1[55] Sophie Boas emigrierte 1938 nach Holland, von wo aus sie in das Vernichtungslager Sobibor gebracht und 1943 ermordet wurde.cite-ref-teichmann29-31-56-1[56]cite-ref-gedenkort-10-2[10] Ismar Boas hatte keine weiteren Nachkommen.cite-ref-jenss39-55-2[55] Die Schauspieler Ilse und Curt Bois waren die Kinder von Boasâ jĂźngerem Bruder David.cite-ref-brief-ernest-57-0[57]
WĂźrdigungen
Rezeption
Boas geriet zunächst in Vergessenheit.cite-ref-100-jahre-dgvs27-58-0[58] So wurde der im März Verstorbene beispielsweise auf dem 14. Kongress der Gesellschaft fßr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten im September 1938 nicht erwähnt.
Auch nach der Zeit des Nationalsozialismus fanden Boas und sein Werk zunächst kaum Beachtung. Erst zu Boasâ 100. Geburtstag erinnerten Julius Kleeberg und Harold Avery an den Vergessenen.cite-ref-kleeberg-59-0[59]cite-ref-pmid13598025-60-0[60]
âDieser groĂe Arzt ist als Greis in der Fremde aus Angst und Verzweiflung vor den Nazischrecken gestorben. [âŚ] Im Leben des Dr. Boas, der zwar später den Professor- und Geheimratstitel erhielt, war viel Kummer, Enttäuschung und ZurĂźcksetzung, und sein Ende ist bitter. Aber in seiner Leistung als Arzt und Forscher ist ihm letzten Endes die Dankbarkeit und Anerkennung zahlreicher Kranker und der GroĂen seines Faches nicht versagt geblieben.â
â
Julius Kleeberg
Leonard Hoenig und James Boyle machten Ernest Boas ausfindig, der mittlerweile in der Schweiz lebte, und interviewten ihn fßr ihren Artikel zum 50. Todesjahr von Ismar Boas. Sie beklagten die mangelnde Bekanntheit von Ismar Boas, die in keinem Verhältnis zu seinen Leistungen stßnde.
âIsmar Boas. How many readers recognize the name? There was a time, when the reputation of this great physician spanned the continents, for he was a pioneer and founder of the medical subspeciality of Gastroenterology. Every physician today understands the importance of finding occult blood in the stool. Yet, how many know that Boas in 1901 first gave clinical meaning to that concept?â
âIsmar Boas. Wie viele Leser erkennen den Namen wieder? Es gab eine Zeit, als der Ruf dieses groĂen Arztes Kontinente umspannte, weil er ein Pionier und BegrĂźnder des Fachgebietes der Gastroenterologie war. Jeder Arzt versteht heute die Wichtigkeit des Nachweises okkulten Blutes im Stuhl. Aber wie viele wissen, daĂ Boas 1901 erstmals dessen klinische Bedeutung erkannte?â
â
Leonard Hoenig und James Boyle
Der Arzt von Wien
Franz Werfel nahm Boas als Vorlage fĂźr seine Novelle âDer Arzt von Wienâ.cite-ref-klimpel-8-2[8] Im Mittelpunkt steht hier ein fiktiver Dialog zwischen dem Arzt und Hermann Nothnagel Ăźber Antisemitismus.cite-ref-jenss49-61-0[61] Werfel zeichnete hier den inneren Konflikt des von den Nationalsozialisten bedrohten und verzweifelnden jĂźdischen Arztes, der vor den TrĂźmmern seines Lebenswerks steht und im Gespräch mit Nothnagel in Form von dessen im Regal stehenden BĂźste auf seine Fragen nur Allgemeinplätze zu hĂśren bekommt. Zentral ist unter anderem der Satz âNur ein guter Mensch kann ein guter Arzt seinâ, den Hermann Nothnagel tatsächlich so bei seiner Antrittsrede als Ordinarius in Wien 1882 gesagt hatte.cite-ref-jenss49-61-1[61] Diesen inzwischen zu einem geflĂźgelten Wort gewordene Satz hatte Boas 1905 bei seinem Nachruf auf den plĂśtzlich verstorbenen Nothnagel ebenfalls verwendet.cite-ref-nachruf-nothnagel-62-0[62] Am Ende von Werfels Erzählung fragt der Arzt: âDer HaĂ⌠Warum dieser HaĂ?âŚâ während im Hintergrund âSieg-Heilâ-Rufe zu hĂśren sind und setzt mit den Worten âDa kann ja kein Mensch mehr ein guter Arzt seinâŚâ die Giftnadel an seinen Arm.cite-ref-jenss52-63-0[63]
Ehrungen
1937 wĂźrdigte das Lennox Hill Hospital in New York Boas, Ewald und KuĂmaul mit einem Relief Ăźber dem Eingang zum Max Einhorn Auditorium in seinem Memorial Building.cite-ref-100-jahre-dgvs27-58-1[58] Auf Bitten von Max Einhorn schickte man Boas ein Gratulationsschreiben mit Fotografien vom Eingang des Auditoriums.cite-ref-lhh-brief-64-0[64]
Die Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie der DDR vergab von 1978 bis 1989 die Ismar-Boas-Medaille als Ehrung fĂźr herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Viszeralmedizin. Seit 1990 wird diese Ehrung von der Deutschen Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten vergeben. DarĂźber hinaus verleiht die DGVS seit 1977 den Ismar-Boas-Preis als Dissertationspreis fĂźr die besten eingereichten Dissertationen auf dem Gebiet der Gastroenterologie, einmal als Grundlagenpreis und einmal als Klinischen Preis.cite-ref-100-jahre-dgvs161-162-67-0[67]
Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften
⢠Korrespondierendes Mitglied und Ehrenmitglied der American Gastroenterological Association
⢠Korrespondierendes Mitglied der Petersburger medizinischen Gesellschaft
⢠Korrespondierendes Mitglied der Vereinigung Karlsbader Ărzte
⢠Korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft der Ărzte in Wien
⢠Ehrenvorsitzender des Vereins fßr ärztliche Fortbildung in Berlin
⢠Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft fßr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
⢠Ehrenmitglied der American Medical Association
⢠Ausschussmitglied der Berliner Medizinischen Gesellschaft
⢠Ernennung zum Titularprofessur
⢠Ernennung zum Geheimen Sanitätsrat
⢠Träger des Orden de Isabel la Católicacite-ref-teichmann24-70-0[70]
⢠Greifenorden, Ritterkreuz mit der Krone (5. Oktober 1914)cite-ref-71[71]
Schriften (Auswahl)
⢠Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten. I. Theil: Allgemeine Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten. Thieme, Leipzig 1890.
⢠Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten. II. Theil: Specielle Diagnostik und Therapie der Magenkrankheiten. Thieme, Leipzig 1893.
⢠Ăber das Vorkommen von Milchsäure im gesunden und kranken Magen nebst Bemerkungen zur Klinik des Magencarcinoms. In: Zeitschrift fĂźr klinische Medizin. Bd. 25, 1894, ISSN 0372-9192, S. 285â302 (Wiederabdruck in: I. Boas (Hrsg.): Gesammelte Beiträge aus dem Gebiete der Physiologie, Pathologie und Therapie der Verdauung. Von I. Boas und seinen SchĂźlern 1886â1906. Band 1. Karger, Berlin 1906, S. 395â413, Digitalisat).
⢠Ueber die Ziele und Wege der modernen Verdauungspathologie. In: Archiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten mit Einschluss der Stoffwechselpathologie und der Diätetik. Bd. 1, 1896, ISSN 0365-8228, S. 1â6.
⢠Diagnostik und Therapie der Darmkrankheiten. I. Theil: Allgemeine Diagnostik und Therapie der Darmkrankheiten. Thieme, Leipzig 1898.
⢠Diagnostik und Therapie der Darmkrankheiten. II. Theil: Specielle Diagnostik und Therapie der Darmkrankheiten. Thieme, Leipzig 1899.
⢠Erfahrungen Ăźber das Dickdarmcarcinom. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Bd. 26, Nr. 7, 1900, S. 115â117, doi:10.1055/s-0029-1203707 und Bd. 26, Nr. 8, S. 130â132, doi:10.1055/s-0029-1203719.
⢠Beiträge zur Kenntnis des Magencarcinoms. In: Archiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten. Bd. 7, 1901, S. 315â317 (Wiederabdruck in: I. Boas (Hrsg.): Gesammelte Beiträge aus dem Gebiete der Physiologie, Pathologie und Therapie der Verdauung. Von I. Boas und seinen SchĂźlern 1886â1906. Band 1. Karger, Berlin 1906, S. 750â771, Digitalisat).
⢠Ăber einen Fall von operativ geheilter Colitis ulcerosa. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Bd. 29, Nr. 11, 1903, S. 196, doi:10.1055/s-0028-1138357.
⢠Ueber die Diagnose des Ulcus ventriculi mittelst Nachweises occulter Blutanwesenheit in den Fäces. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Bd. 29, Nr. 47, 1903, S. 865â867, doi:10.1055/s-0029-1203277.
⢠Zur Geschichte der Appendizitis. In: Mßnchner medizinische Wochenschrift. 1908, S. 2286 ff.
⢠Zum 25 jährigen Bestehen des Magen-Darmspezialismus. RĂźckblicke und Ausblicke. In: Archiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten. Bd. 17, 1911, S. 511â532.
⢠Die Lehre von den okkulten Blutungen. Thieme, Leipzig 1914.
⢠Vierzig Jahre ProbefrĂźhstĂźck (1885â1925). In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Bd. 51, Nr. 24, 1925, S. 976â978, doi:10.1055/s-0028-1136824.
⢠Autoergographie. In: Louis R. Grote (Hrsg.): Die Medizin der Gegenwart in Selbstdarstellungen. Band 7. Meiner, Leipzig 1928.
⢠Therapie und Therapeutik. Ein Mahnruf an Ărzte, Kliniker und Pharmakologen. Karger, Berlin 1930.
⢠Richtlinien der Behandlung peptischer GeschwĂźre. In: Archiv fĂźr Verdauungs-Krankheiten, Stoffwechselpathologie und Diätetik. Bd. 53, 1933, ISSN 0365-8325, S. 321â336.
⢠mit Carl Anton Ewald: Beiträge zur Physiologie und Pathologie der Verdauung. In: Archiv fĂźr pathologische Anatomie und Physiologie und fĂźr klinische Medicin. Bd. 101 = Folge 10, Bd. 1, Nr. 2, 1885, S. 325â375, doi:10.1007/BF01994707.
Literatur
⢠Julius Pagel (Hrsg.): Biographisches Lexikon hervorragender Ărzte des neunzehnten Jahrhunderts. Urban & Schwarzenberg, Berlin u. a. 1901, Sp. 196â197, (online auf: zeno.org).
⢠Werner Teichmann: Ismar Boas. 1858â1938 Eine biografische Skizze. VerĂśffentlicht aus Anlass der Einweihung einer Gedenktafel fĂźr Ismar Boas in der CharitĂŠ. Falk Foundation, Freiburg (Breisgau) 1992, ISBN 3-925481-48-6.
⢠Volker Klimpel: Ărzte-Tode. UnnatĂźrliches und gewaltsames Ableben in neun Kapiteln und einem biographischen Anhang. KĂśnigshausen & Neumann, WĂźrzburg 2005, ISBN 3-8260-2769-8 (online).
⢠Harro Jenss: Ismar Boas. Erster Spezialarzt fßr Magen- und Darmkrankheiten. Begrßnder der Gastroenterologie (= Jßdische Miniaturen. Bd. 96). Hentrich & Hentrich u. a., Berlin 2010, ISBN 978-3-941450-19-6.
⢠Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch: 100 Jahre DGVS. Deutsche Gesellschaft fßr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. Herausgegeben fßr die Deutsche Gesellschaft fßr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. August Dreesbach Verlag, Mßnchen 2013, ISBN 978-3-944334-17-2, Digitalisat (PDF; 3,81 MB).
⢠Harro Jenss, Markus M. Lerch: "Tagungen der Deutschen Gesellschaft fßr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Die Präsidenten von 1914 bis 2014". Sardellus Verlagsgesellschaft Greifswald, Greifswald 2014, ISBN 978-3-9813402-5-9.
⢠Maximilian Watzka: Boas, Ismar. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 2. Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 338 (deutsche-biographie.de).
Weblinks
,* Literatur von und Ăźber Ismar Boas im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠DGVS: In Erinnerung an Prof. Dr. med. Ismar Boas 1858 - 1938. Website der Deutschen Gesellschaft fßr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)
⢠Ismar Boas: Sammlung im Online Archive des Leo Baeck Institute in New York
⢠Ole Daniel Enersen: Ismar Isidor Boas (Memento vom 20. Januar 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com
Einzelnachweise
cite-note-geschwister-11. â nach Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 6 hatte er 8 Geschwister; nach Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 12 hatte er 11 Geschwister.
cite-note-teichmann6-22. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 6.
cite-note-teichmann26-33. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 26.
cite-note-teichmann7-44. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 7.
cite-note-jenns16-55. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 16.
cite-note-teichmann8-66. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 8.
cite-note-jenss16-17-77. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 16â17.
cite-note-klimpel-88. â Volker Klimpel: Ărzte-Tode: unnatĂźrliches und gewaltsames Ableben in neun Kapiteln und einem biographischen Anhang. S. 22â23.
cite-note-mehring445-99. â Vergleiche Ludolf von Krehl: J. von Meringâs Lehrbuch der inneren Medizin. Bd. 1, Fischer, Jena 1919, S. 445.
cite-note-gedenkort-1010. â Ismar Boas auf GeDenkOrt. CharitĂŠ â Wissenschaft in Verantwortung (abgerufen am 9. März 2014)
cite-note-teichmann9-1111. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 9.
cite-note-ewald1890-1212. â Carl Anton Ewald: Klinik der Verdauungskrankheiten. Band 1, A. Hirschwald, 1890. In: Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 9.
cite-note-teichmann19-1313. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 19.
cite-note-teichmann15-1414. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 15.
cite-note-teichmann16-1515. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 16.
cite-note-jenss23-24-1616. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 23â24.
cite-note-teichmann16-17-1717. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 16â17.
cite-note-teichmann17-1818. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 17.
cite-note-jenss27-1919. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 27.
cite-note-boas-25-jahre-2020. â Zum 25-jährigen Bestehen des Magen-Darmspezialismus. RĂźckblicke und Ausblicke. In: Archiv fĂźr Verdauungskrankheiten. 17 (1911), S. 511â532. In: Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 23.
cite-note-100-jahre-dgvs22-23-2121. â Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch: 100 Jahre DGVS â Deutsche Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. S. 22â23.
cite-note-jenss32-33-2222. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 32â33.
cite-note-2323. â Barbara I. Tshisuaka: Einhorn, Max. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 338 f.
cite-note-jenss33-2424. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 33.
cite-note-teichmann25-2525. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 25.
cite-note-jenss35-2626. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 35.
cite-note-morawitz-271. Paul Morawitz Dem BegrĂźnder des Archivs fĂźr Verdauungs-Krankheiten. Archiv fĂźr Verdauungskrankheiten 1934; 55 In Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 35.
cite-note-teichmann23-2828. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 23.
cite-note-100-jahre-dgvs22-2929. â Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch: 100 Jahre DGVS â Deutsche Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. S. 22.
cite-note-100-jahre-dgvs23-3030. â Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch: 100 Jahre DGVS â Deutsche Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. S. 23.
cite-note-dgvs-umbenennung-3131. â Stellungnahme zur Namensänderung der DGVS (Memento vom 18. März 2014 im Internet Archive) (abgerufen am 12. März 2014)
cite-note-teichmann18-3232. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 18.
cite-note-jenss24-25-3333. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 24â25.
cite-note-zohmann134-3434. â Andreas Zohmann, Markus Kasper: Ganzheitliche Schmerztherapie fĂźr Hund und Katze. Georg Thieme Verlag, 2011, S. 134.
cite-note-boas-cu-3535. â Ismar Boas: Ueber einen Fall von operativ geheilter Colitis ulcerosa. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. 29/1903, S. 196. In: Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 26.
cite-note-jenss26-3636. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 26.
cite-note-fr-schl-3737. â GĂźnter FrĂśschl: Chronisch EntzĂźndliche Darmerkrankungen â Versuch einer Subgruppendefinierung aus psychosomatischer Sicht. Dissertation. Technische Universität MĂźnchen, 2005, S. 11. (online, PDF 898KB)
cite-note-boas1901-3838. â Ismar Boas: Ueber okkulte Magenblutungen. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. 27/1901, S. 315â317. In: Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 29.
cite-note-3939. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/GĂśttingen/Heidelberg 1960, S. 57.
cite-note-jenss29-30-4040. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 29â30.
cite-note-boas1914-4141. â Ismar Boas: Die Lehre von den okkulten Blutungen. Thieme, Leipzig 1914.
cite-note-jenss42-4242. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 42.
cite-note-jenss44-4343. â Ismar BoasTherapie und Therapeutik â Ein Mahnruf an Ărzte, Kliniker und Pharmakologen. 1930 in: Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 44.
cite-note-jenss42-43-4444. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 42â43.
cite-note-jenss29-4545. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 29.
cite-note-avery-4646. â Harold Avery: Tribute to Ismar Boas (1858â1938). In: Gastroenterologia 90/1958, S. 52. In: Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 39.
cite-note-teichmann35-4848. â Julius Kleeberg Zur 100. Wiederkehr des Geburtsjahres von Professor Dr. I.Boas (Berlin) 1958 In: Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 35.
cite-note-teichmann26-brief-4949. â Brief an Hermann Steinitz vom 20. April 1935 Zitiert aus: Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 26.
cite-note-jenss48-5050. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 48.
cite-note-teichmann27-5151. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 27.
cite-note-teichmann28-29-5252. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 28â29.
cite-note-nachruf-einhorn-5353. â Max Einhorn Nachruf auf Ismar Boas. Archiv fĂźr Verdauungskrankheiten 1938;63:lf. In: Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 34.
cite-note-teichmann34-542. Ismar Boas Autoergographie. 1928 in: Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 34.
cite-note-jenss39-5555. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 39.
cite-note-teichmann29-31-5656. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 29â31.
cite-note-brief-ernest-5757. â Brief von Ernest Boas an Leonard Hoenig vom 28. Juli 1986 (Online im Archiv des Leo Baeck Institutes New York)
cite-note-100-jahre-dgvs27-5858. â Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch: 100 Jahre DGVS â Deutsche Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. S. 27.
cite-note-kleeberg-5959. â Julius Kleeberg Zur 100. Wiederkehr des Geburtsjahres von Professor Dr. I. Boas (Berlin). In: Gastroenterologia. Band 89, Nummer 5/6, 1958, S. 359â363 PMID 13548330. (online PDF 564KB)
cite-note-jenss49-6161. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 49.
cite-note-nachruf-nothnagel-6262. â Ismar Boas: Nachruf auf Hermann Nothnagel. In: Archiv fĂźr Verdauungskrankheiten 11/1905, S. 297â299. In: Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 50.
cite-note-jenss52-6363. â Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 52.
cite-note-lhh-brief-6464. â Brief des Lenox Hill Hospital vom 18. Oktober 1937 an Ismar Boas. In: Harro Jenss: Ismar Boas: erster Spezialarzt fĂźr Magen- und Darmkrankheiten. S. 6.
cite-note-teichmann29-6565. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 29.
cite-note-pmid23585267-6666. â Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten: Gedenkfeier zur Wieder-Aufhängung der Ismar Boas-Gedenktafel. In: Zeitschrift fĂźr Gastroenterologie. 51/2013 (online, PDF 649KB) (Memento vom 18. März 2014 im Internet Archive)
cite-note-100-jahre-dgvs161-162-6767. â Harro Jenss, Guido Gerken, Markus M. Lerch: 100 Jahre DGVS â Deutsche Gesellschaft fĂźr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten. S. 161â162.
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cite-note-dgvs-6969. â Offizielle Homepage der Deutschen Gesellschaft fĂźr Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
cite-note-teichmann24-7070. â Werner Teichmann: Ismar Boas 1858â1938 Eine biografische Skizze. S. 24.
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